Zur Ewigen Baustelle - Die Sanierung des Gebäudes 1991-1998

Im Mai 1991 erwirbt German Schlaug das Gebäude in der Breite Straße. Der Zustand des Hauses war im Wesentlichen seit dem Wiederaufbau 1834 (letzter großer Stadtbrand) unverändert geblieben. Mit enormem Sanierungsaufwand, da einsturzgefährdete Gewölbe und Bausünden der vergangenen Jahrhunderte aufgearbeitet werden müssen, nimmt sich der neue Eigentümer der ehrwürdigen Gemäuer an. In einer Zeitspanne von beinahe 7 Jahren wird das Haus nun nach denkmalpflegerischen Aspekten restauriert und bauhistorisch untersucht. So gehört es zu den wenigen Bauten in der Region, die Auskunft über mittelalterliche Bauweise und Nutzung geben.


Sanierung der Gewölbe brunnen

Wegen der langen Sanierungsphase erhält das Objekt von Anwohnern und Zaungästen den Spottnamen "ewige Baustelle" und wird so zum neuen Signet des Lokals. Dieser Begriff erscheint aufgrund der beinahe ununterbrochenen Bauzeiten durch die Jahrhunderte durchaus gerechtfertigt, denn viele Teile des äußerlich schlichten Gebäudes offenbaren eine 700jährige Baugeschichte.

"Ist man bereit, auf historischen Pfaden zu wandeln, erschließen einem die "Fenster in die Vergangenheit" an Wänden und Boden Einblick in die Hausgeschichte. So nennt Besitzer Schlaug die freigelegten und sorgsam hinter Glas verborgenen, Jahrhunderte alten Bruchstücke von Türbögen, Spalten oder anderen Hinweisen auf die mindestens sieben Bauphasen, die das Haus erleben durfte." (FP/ P.Crull )

Schon während der Sanierungsjahre finden Teileröffnungen beispielsweise des Wintergartens, oder der Bar mit Veranstaltungsbezug auf die ehemaligen Eigentümer (200-jähriger Geburtstag F.S. Holzschuhers) und Baufeste auf dem Areal bzw. im Gebäude statt. Kultur belebt so schon vor der eigentlichen Eröffnung im Juli 1998, die noch an verschiedenen Stellen bestehende "Baustelle".

Mittlerweile pulst im behutsam sanierten Gebäude allerdings das Leben, und die schwierigen aber spannenden Jahre der Renovierung und Sanierung gehören schon längst zur Geschichte. Aufgrund der vielfältigen Aktivitäten und inzwischen ungezählter Kulturereignisse, die aus dem Kreis der dort engagierten Kulturmacher hervorgehen, ist die "ewige Baustelle" längst ein in der Region weithin bekannter, feststehender Begriff.

 


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